GeoTIFF
GeoTIFF (.tif, .tiff) ist ein gewöhnliches TIFF-Bild, dem Zusatzangaben beigelegt sind: wo es liegt, wie groß ein Pixel ist und in welchem Koordinatensystem. Es ist das Standardformat für Luftbilder, Höhenmodelle, Orthofotos und Rasterergebnisse aller Art.
GeoTIFF und COG — was der Unterschied ist
COG („Cloud Optimized GeoTIFF“) ist kein anderes Format, sondern ein GeoTIFF mit aufgeräumtem Innenleben: die Bilddaten in Kacheln statt in Zeilenstreifen, Übersichtsbilder eingebettet, alles in einer Reihenfolge, die gezieltes Nachladen erlaubt. Ein Programm kann daraus einen Ausschnitt lesen, ohne die ganze Datei zu holen.
Jedes COG ist ein gültiges GeoTIFF — umgekehrt nicht. Wer eine Datei ins Netz stellt oder in einem Webviewer anzeigen will, nimmt COG; wer sie lokal in ein GIS lädt, merkt keinen Unterschied.
Warum ein Höhenmodell nicht als JPEG taugt
Rasterdaten sind nicht immer Bilder. Ein Höhenmodell speichert je Pixel eine Höhe in Metern, oft als Fließkommazahl — Werte wie 812,4. JPEG und PNG kennen nur ganze Zahlen von 0 bis 255 je Kanal. Beim Umwandeln wird der gesamte Wertebereich darauf zusammengedrückt: Aus 1600 Höhenmetern werden im schlechtesten Fall 36 unterscheidbare Graustufen, und Rechnen lässt sich damit gar nicht mehr.
GeoVerto wandelt trotzdem um, wenn Sie es verlangen — es ist ein legitimer Weg zu einer Vorschaugrafik. Der Hinweis auf den Werteverlust steht vor der Umwandlung am Auftrag.
Kompression: klein heißt nicht schlechter
DEFLATE und LZW sind verlustfrei — die Werte kommen unverändert wieder heraus. Für Höhenmodelle, Klassifikationen und alles, womit gerechnet wird, ist das die einzige vertretbare Wahl.
JPEG-Kompression im TIFF ist verlustbehaftet und für Luftbilder oft sinnvoll, für Messdaten nie. Eine Datei kann dadurch um ein Vielfaches schrumpfen; die Zahlen darin stimmen danach aber nicht mehr genau.
Umgekehrt gilt: Eine stark komprimierte Quelldatei wird beim Umwandeln in ein unkomprimiertes Ziel sehr viel größer. Ein gleichförmiges Höhenmodell von 19 kB ergibt als ASCII-Grid 24 MB. Das ist kein Fehler, sondern der Unterschied zwischen komprimierter und roher Datenmenge.
Was GeoVerto liest und schreibt
Lesen und schreiben: GeoTIFF, COG, PNG, JPEG, JPEG 2000, ASCII-Grid (.asc), netCDF, Erdas Imagine (.img), ENVI.
Nur lesen: HDF5 und GRIB — beides Container-Formate mit vielen Unterdatensätzen, für die es eine Auswahl bräuchte, die es noch nicht gibt.
Die vollständige Liste mit dem tatsächlichen Stand dieser Installation steht unter Formate — sie wird automatisch aus der laufenden GDAL-Fassung erzeugt.