Wissen · Formate, Koordinatensysteme, Praxisfälle

Geodaten verstehen und typische Fehler vermeiden

Praxiswissen zu Shapefile, KML, GeoJSON, GeoPackage, DXF und Koordinatensystemen. Kurz erklärt — mit den Problemen, die beim Austausch zwischen GIS, CAD, Google Earth und Behördendaten tatsächlich auftreten.

Neue Praxisartikel

Grundlagen

  • Koordinatensysteme — welches System deutsche Daten haben, und woran man erkennt, dass das falsche angenommen wurde.
  • Häufige Fragen — Grenzen, Aufbewahrung, abgelehnte Uploads, Qualitätsbericht.
  • Formatübersicht — welche Formate GeoVerto aktuell lesen und schreiben kann, automatisch aus der produktiven Umgebung aktualisiert.

Die Formate im Einzelnen

  • Shapefile — Vier Dateien, ein Datensatz — und was passiert, wenn eine fehlt.
  • GeoJSON — Der Standard fürs Web. Immer WGS 84, immer ein Layer.
  • GeoPackage — Eine SQLite-Datei, mehrere Layer, keine Nebendateien.
  • GeoTIFF und COG — Rasterdaten, Kompression — und warum ein Höhenmodell kein JPEG verträgt.
  • KML — Google Earth. Ein Layer, dafür Beschriftung und Stil.
  • KMZ — Gepacktes KML.
  • GML — INSPIRE und Behördendaten. Achsenreihenfolge beachten.
  • GPX — Wegpunkte, Routen, Tracks — festes Schema, keine eigenen Spalten.
  • DXF — AutoCAD. Kein Koordinatensystem, keine Sachdaten.
  • DGN — MicroStation. Dieselben zwei Einschränkungen wie DXF.
  • CSV — Tabelle mit Koordinatenspalten — die Zuordnung muss stimmen.
  • XLSX — Wie CSV, nur aus Excel.

Drei Dinge, die immer wieder Zeit kosten

Ein Shapefile ist kein File. Ohne .dbf fehlen die Attribute, ohne .prj das Koordinatensystem. Deshalb wird es als ZIP hochgeladen und als ZIP zurückgegeben.

CAD-Formate tragen keine Sachdaten. Eine Umwandlung nach DXF oder DGN liefert die Geometrie und keines der Attribute. GeoVerto warnt beim Auftrag, wenn die Quelle welche hat.

„Es sieht richtig aus“ heißt nicht „es ist richtig“. Ein falsch angenommenes Koordinatensystem erzeugt keine Fehlermeldung, sondern plausible Zahlen an der falschen Stelle. Der CRS-Artikel nennt die Anzeichen.

Was hier noch nicht steht

Punktwolken (LAS/LAZ), NAS/ALKIS und Rasteranalysen. Artikel dazu folgen, sobald GeoVerto diese Daten verarbeitet.