DGN

DGN (.dgn) ist das Zeichnungsformat von MicroStation (Bentley Systems). In Deutschland begegnet es vor allem im Tief- und Straßenbau, bei Bahn- und Leitungsdokumentation und in Ingenieurbüros, die nicht mit AutoCAD arbeiten.

Zwei Dinge, die eine DGN-Datei nicht enthält

Kein Koordinatensystem. In der Datei stehen Zahlenpaare, aber nicht, worauf sie sich beziehen. Genau wie bei DXF muss diese Angabe beim Konvertieren gemacht werden. GeoVerto fragt sie deshalb ab: Ein falsch angenommenes System erzeugt keine Fehlermeldung, sondern Koordinaten, die plausibel aussehen und hunderte Kilometer danebenliegen.

Keine Sachdaten. Ein DGN-Element trägt Ebene, Farbe, Stift und Stil — aber keine frei benennbaren Attribute. Beim Schreiben einer DGN-Datei aus Geodaten meldet die zugrunde liegende Bibliothek, dass sie keine Felder anlegen kann, und schreibt die Geometrie trotzdem. Die Geometrie kommt an, die Attribute nicht.

Was das für die Richtung bedeutet

DGN als Quelle ist unproblematisch — es gibt dort keine Sachdaten, die verloren gehen könnten. Die Zeichnungsstruktur (Ebene, Farbe, Typ) bleibt als Attribut erhalten und lässt sich im GIS weiterverwenden.

Für DGN als Ziel gibt es keine eigene Konverterseite. Eine Umwandlung nach DGN verwirft jedes Sachdatenfeld — bei Flurstücken also auch die Flurstücksnummer. Über die allgemeine Konverter-Oberfläche ist sie möglich; dort steht der Hinweis auf den Verlust direkt am Auftrag.