KML
KML (Keyhole Markup Language) ist ein XML-basiertes Format für Geodaten, entwickelt für Google Earth und Google Maps. Es speichert Punkte, Linien und Polygone zusammen mit Namen, Beschreibungen (auch als HTML), Stilen (Farben, Icons) und Ordnerstrukturen in einer einzigen Datei.
Wofür wird KML verwendet?
Vor allem zum Austausch und zur Visualisierung von Standorten, Routen und Gebieten in Google Earth und Google Maps — etwa Vermessungspunkte, Grundstücksgrenzen, Routenplanung oder Points of Interest, die auch für Nicht-GIS-Anwender:innen direkt anschaulich sein sollen.
Dateibestandteile
Eine .kml-Datei ist eigenständig — anders als ein Shapefile braucht sie keine Begleitdateien. Enthält die Datei eingebettete Bilder (z. B. Icons), müssen diese als KMZ (ein ZIP-Archiv aus KML + Ressourcen) gebündelt werden — siehe KMZ (folgt).
Koordinatensystem
KML verwendet laut Spezifikation immer WGS 84 (EPSG:4326) mit Längen-/Breitengrad in Dezimalgrad. Es gibt kein Feld für ein abweichendes CRS — eine Konvertierung aus einem projizierten System (z. B. UTM, Gauß-Krüger) muss deshalb vorher nach EPSG:4326 transformieren.
Einschränkungen
- Kein natives Attributschema — Attribute stehen lose in der Beschreibung oder als ExtendedData, nicht in typisierten Spalten wie bei Shapefile/GeoPackage.
- Ein Dokument kann Punkte, Linien und Polygone gleichzeitig enthalten (gemischte Geometrietypen) — Zielformate mit nur einem Geometrietyp pro Layer (Shapefile) brauchen dafür mehrere Ausgabedateien.
- Beschreibungsfelder dürfen HTML enthalten, das beim Export in reine Attributformate bereinigt werden muss.
Verfügbare Konvertierungen
Werkzeuge
Der generische Online-Konverter liest und schreibt KML für beliebige Zielformate aus der Formatliste; für die häufigste Richtung gibt es zusätzlich die dedizierte Seite oben.