Shapefile (SHP)

Das Esri-Shapefile ist eines der ältesten und am weitesten verbreiteten GIS-Vektorformate. Es speichert Geometrien und Attribute getrennt in mehreren zusammengehörigen Dateien statt in einer einzigen — praktisch jede GIS-Software und Behörde kann es lesen.

Dateibestandteile

Ein vollständiges Shapefile besteht mindestens aus drei Dateien mit demselben Namen:

  • .shp — die Geometrien
  • .shx — Index in die Geometrien (Pflicht, sonst kann kein Programm die .shp öffnen)
  • .dbf — die Attributtabelle

Optional, aber empfohlen:

  • .prj — das Koordinatensystem (fehlt es, muss es manuell angegeben werden)
  • .cpg — Zeichenkodierung der .dbf

GeoVerto verlangt deshalb ein ZIP mit allen Bestandteilen, nicht nur die .shp allein — siehe die Fehlermeldung im Konverter, falls Dateien fehlen.

Koordinatensystem

Beliebig, sofern es sich als CRS in der .prj-Datei ausdrücken lässt. Ohne.prj kann GeoVerto das CRS nicht sicher erkennen und zeigt eine entsprechend niedrige Konfidenz an.

Einschränkungen

  • Ein Layer kann nur einen Geometrietyp speichern (nur Punkte, nur Linien oder nur Polygone) — eine Quelle mit gemischten Typen (z. B. aus KML) muss beim Export in mehrere Shapefiles aufgeteilt werden.
  • Feldnamen sind auf 10 Zeichen begrenzt (DBF-Format) — längere Namen werden automatisch gekürzt.
  • Kein natives DateTime-Feld — Zeitstempel werden als reines Datum oder Text gespeichert.
  • Keine Unicode-Garantie ohne .cpg-Datei.

Werkzeuge

Der generische Online-Konverter liest und schreibt Shapefile für beliebige Zielformate aus der Formatliste.